SaaS Monitoring Tools für DevOps Teams

Die Top 8 aktuellen Lösungen am Markt

Torsten Hellwig - Februar 2015
 
Werkzeuge zum Monitoring von Software-as-a-Service (SaaS) Anwendungen ermöglichen DevOps Teams ihre Anwendungen während des Betriebs zu überwachen und in dem gewünschten Zustand zu halten. Einige davon verwenden ähnliche Ansätze bei der Überwachung von SaaS-basierten Anwendungen, andere decken spezielle Nischen im Monitoring-Markt ab. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die von uns kürzlich evaluierten oder derzeit im Einsatz befindlichen Tools.

Überblick

New Relic

New Relic bietet Lösungen an, um Anwendungen und Customer Experience zu überwachen und um Monitoring-Daten zu analysieren.
Für das Application-Monitoring kann man aus einer breiten Palette von Agenten wählen. Diese werden heruntergeladen, installiert und für spezifische Technologien der Applikation konfiguriert. Es gibt zum Beispiel Agenten für Java, .NET, PHP, Ruby, Python usw. Für jede mit einem Agenten instrumentierte Komponente erhalten Sie individuelle Charts und Einblicke.
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Quelle: http://newrelic.com/application-monitoring

Seit kurzem wird auch ein synthetisches Monitoring-Produkt angeboten, welches mithilfe einfacher HTTP Pings die Verfügbarkeit von Anwendungen überwacht. Optional kann auch das Benutzerverhalten mithilfe von Scripts mit Klick-Pfaden durch die Anwendung simuliert werden. Das Real-User-Monitoring erfordert die Injektion eines JavaScript-Tags in jede Webseite der Anwendung. Dies ermöglicht tiefere Einblicke und Informationen über die Web-Performance als mit Google Analytics und sollte daher zu Ihrer Web-App hinzugefügt werden. Für das Mobile-Monitoring kann eine Library zur Web-App hinzugefügt werden. Damit erhalten Sie zusätzliche Möglichkeiten zur Instrumentierung der App auf Ebene des Source Codes.
Für die bessere Analyse der Monitoring-Daten wurde eigens das Produkt Insights geschaffen, das Datenabfragen zu bestehenden Monitoring-Daten und Daten von Drittanbietern ermöglicht. Dies ist vor allem bei der Berechnung von Conversion-Rates oder zur Geo-Analyse hilfreich.
Das Beste an New Relic ist, dass die Light-Version des Produktes kostenlos angeboten wird. Somit erhalten Sie kostenloses "light" Application-Monitoring, Mobile-Monitoring, Browser-Monitoring und synthetisches Monitoring mit 24h Datenhaltung und -abfrage. Bei geringem Budget ist dies eine gute Wahl.

Warum sollten Sie New Relic in Betracht ziehen?

  • Freemium Pricing – Application, Browser- und synthetisches Monitoring 
  • Ruby und Python Support 
  • Scripting Ansatz für synthetisches Monitoring 
  • Einzelne Server oder unabhängige (d.h. nicht verbundene) Server 
 New Relic
 

ruxit

ruxit ist der neueste und stärkste Mitbewerber von New Relic, der erst kürzlich in den Markt für Application-Monitoring mit einem völlig neuen und innovativen Ansatz eingetreten ist. Mit Hilfe einer eigens entwickelten künstlichen Intelligenz wurde ein All-in-One Angebot entwickelt, welches auf moderne DevOps und eBiz Umgebungen ausgerichtet ist. Auch das User-Interface unterscheidet sich stark von herkömmlichen Lösungen, da ruxit ein auf Übersichtsgrafiken basiertes Touch-First Dashboard anbietet.
ruxit's All-In-One Ansatz kombiniert Application-Monitoring mit User-Experience-, Netzwerk-, Server-, Cloud- und Infrastruktur-Monitoring in einem einzigen Angebot. Bald wird dieses Angebot mit synthetischen Monitoring komplettiert. Das klingt nach einer schwergewichtigen Lösung, ist es jedoch nicht.
Das Deployment ist viel einfacher als mit z.B. New Relic, da nur ein einziger Agent auf dem Host installiert werden muss. Davon ausgehend werden voll-automatisch alle zu überwachenden Komponenten am Host erkannt und instrumentiert. Viele andere Produkte hingegen erfordern verschiedene Arten von Agenten. Ein weiterer Vorteil ist, dass nicht nur alle Abhängigkeiten des Environments über dem gesamten Stack erkannt und visualisiert werden können, sondern auch das so genannte „Smartscape“ für Analysen verwendet wird. Dies ist eine der zentralen Funktionen von ruxit.
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Quelle: https://ruxit.com

Typischerweise sind SaaS-Environments sehr dynamisch in ihrem Verhalten und in ihrer Größe. Es werden Instanzen bei Bedarf hochgefahren bzw. freigegeben; es gibt Failover und Load-Balancing-Mechanismen usw. Viele Komponenten interagieren miteinander und bilden Abhängigkeiten untereinander. Sobald mehr als ein einziger Apache im Environment läuft, ist es schwierig die Auswirkungen von Problemen in der Applikation auf die End-User zu identifizieren bzw. zu bestimmen. An diesem Punkt kommt Smartscape zum Einsatz. Es zeigt in Echtzeit eine Karte aller Zusammenhänge zwischen Tiers und Stacks: Es zeigt, wie diese miteinander interagieren und wie End-User bei Deployments oder beim Herunterfahren von Instanz betroffen sind.
Für mich steht der Kunde immer im Mittelpunkt. Zum Beispiel rückt langsame IO bei einer neuen Amazon Instanz für mich erst dann in das Blickfeld, wenn End-User davon betroffen sind bzw. werden. Das ist das, was ich an ruxit mag. Es zeigt mir immer an, was tatsächlich Auswirkungen auf meine Kunden hat. Dies geschieht mithilfe der Analyse der zu erwartenden Metrikwerte und dem wirksamen Einsatz von Smartscape, das kausale Zusammenhänge automatisch versteht. Somit erkennt ruxit ob eine schlechte IO Performance Auswirkungen auf End-User hat oder nicht.
Wenn es ein Problem gibt – egal ob langsame IO, Node.js, AWS, Web Server, third-party Services wie Facebook, Java oder JavaScript Exceptions – ruxit zeigt Ihnen die Ursache bis hin auf Methoden-Ebene im Source Code bzw. Datenbank-Statements bei SQL/NoSQL Datenbanken. Es kann auch sehr nützlich sein, die Entwicklung eines Problems von Anfang an in einem Replay zu sehen und dessen Ausbreitung zu analysieren.

Warum sollten Sie ruxit in Betracht ziehen?

  • All-in-One Monitoring anstatt mehrere Tools einsetzen zu müssen – Real-User-, Application-, Cloud-, Server-, Netzwerk-, und Infrastruktur-Monitoring 
  • Einfacher Einsatz und automatisches Erkennen von Zusammenhängen und Abhängigkeiten 
  • KI Ansatz zur Ursachen-Analyse und weniger Alerts (ruxit nennt es „no-alerts“ Technologie) 
  • WebUI, Java, Node.js und .NET basierter App-Support 
 ruxit
 

SumoLogic

SumoLogic ist ein "Log-Analyzer as a Service". Es wird ein Collector auf den Hosts mit den Log-Dateien installiert, welcher diese für die Analyse an SumoLogic sendet. Es werden bereits fertige Parser für die Analyse mitgeliefert, die jedoch noch individuell konfiguriert werden können. Der Collector komprimiert die lokalen Log-Dateien und transferiert diese sicher in die Cloud. Neben der Komprimierung besteht auch die Möglichkeit, die Menge an zu übertragenden Log-Daten zu reduzieren, jedoch ist es für ein optimales Analyseergebnis besser, alle Log-Einträge zu transferieren.
Es gibt eine breite Palette an Adaptoren für SumoLogic, so ist es z.B. nicht notwendig einen Collector für AWS zu installieren, wenn man AWS CloudTrail verwendet. Die Log-Einträge landen mit einer kurzen Verzögerung von nur wenigen Minuten im Cloud-Storage von SumoLogic.
SumoLogic's Log-Analyse ist in diesem Fall der interessante Teil. Wenn Sie gerade mit einem Log-Analyse-Produkt zu arbeiten beginnen wollen, bietet die Auto-Summarize Funktion großen Mehrwert. Sie hilft Ihnen dabei, Log-Dateien aus verschiedene Quellen von mehreren Hosts und Systemen in einer einzigen Ansicht zu konsolidieren und somit zu sehen, wie Ereignisse korrelieren. Die Query Language hilft Ihnen beim Finden von Einträgen und macht die Suche auch wiederholbar. Eine zusätzliche Log-Reduce Funktion verdichtet ähnliche Log-Einträge, sodass Sie kürzere Berichte und somit einen besseren Überblick haben. Mithilfe von Anomaly-Detection können Sie den täglichen Überprüfungsprozess zusätzlich unterstützen.
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Quelle: https://www.sumologic.com

Wenn Sie anspruchsvollere Anwendungsfälle für Ihre Log-Analyse abdecken wollen, kann Auto-Summarize nicht mehr ausreichend sein. Sie können aber solche anspruchsvolleren Fälle durch Verwendung der REST- oder Java API-Schnittstellen abdecken. Diese ermöglichen ein hohes Maß an Automatisierung. Je nach Datenmenge und Art der Abfrage liefert der Analyselauf rasch Ergebnisse, im Bereich von wenigen Sekunden bis hin zu einer Minute.

Warum sollten Sie SumLogic in Betracht ziehen?

  • Review von konsolidierten und korrelierten Log-Dateien auf Anomalien wie Abstürze oder fehlerhaftes App-Verhalten  
  • Für nicht technische Reviews wie die Analyse der AWS CloudTrail Audit-Logs, die für SaaS-Umgebungen wichtig ist 
  • Als Ergänzung zur Überwachung mit ruxit oder New Relic, da Log-Analyse auch Technologien abdeckt, die unter Umständen nicht von allen Agenten gehandhabt werden können, wie z.B. Windows Events, syslog, produktspezifische Quellen, Load-Balancer, usw. 
  • Schneller Einstieg in Log-Analyse 
  • Die Möglichkeit, basierend auf den von SumoLogic gesammelten Daten mit der REST-Schnittstelle eigene Analysen durchzuführen. 
 SumoLogic
 

ElasticSearch

ElasticSearch ist eine Mehrzweck-Volltext-Suchmaschine, die oft für Log-Analysen in Kombination mit Tools für Log-Retrieval und Pre-Processing verwendet wird. In üblichen Implementierungen werden Logstash zum Abfragen und für das Pre-Processing, Redis für das Caching/Puffern und Kibana für die Visualisierung verwendet. Allerdings kann es auch für andere Dinge wie z.B. Web-Shop-Suchfunktionen und Datenanalyse eingesetzt werden. Die Integration mit anderen Data Providers kann via Logstash erreicht werden - ein Tool zum Sammeln, Parsen und Weiterleiten von Logs. Es gibt eine große Anzahl von Built-In und Add-On Integrationen mit den häufigsten verwendeten Formaten. Darüber hinaus können auch selbst Collection-Rules definiert werden.
ElasticSearch ist ein Tool und keine gehostete Lösung, deshalb muss hier die traditionelle Hardware-Bereitstellung und Implementierungsarbeit eingerechnet werden. Trotzdem läuft es sehr gut in Cloud-Umgebungen und ist speziell für hoch verfügbare Deployments entworfen worden. Es gibt auch Anbieter für gehostete ElasticSearch-Umgebungen.
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Quelle: http://www.elasticsearch.org

Im Normalfall wird ElasticSearch mit Text und entsprechenden JSON Metadaten gefüllt, um später mithilfe des REST-Interfaces Suchvorgänge durchführen zu können. Damit ist ElasticSearch optimal dafür geeignet, in spezifische DevOps Workflows integriert zu werden.
Techniken wie z.B. Sharding und parallele Query-Execution helfen dabei, Antwortzeiten auch bei großen Datenmengen gering zu halten. ElasticSearch ist ein mächtiges Tool, für das man durchaus etwas Einarbeitungszeit einplanen muss.

Warum sollten Sie ElasticSearch in Betracht ziehen?

  • Wenn Sie einen "eigenen" Stil der Datenanalyse bevorzugen oder spezielle Anwendungsfälle haben 
  • Wenn mehrere Log-Dateien einbezogen werden 
  • Wenn Sie eine eigene Visualisierung anstreben 
  • Niedrige Kosten (wenn die Hardware bereits vorhanden ist) 
 

OpsGenie

OpsGenie bietet Alert- und Notification-Management as a Service und beinhaltet Features wie On-Call Scheduling und Escalation. Auch wenn es günstiger als bekanntere Tools wie z.B. PagerDuty ist, braucht es den Vergleich nicht zu scheuen.
Eine einfache und flexible Mail-Integration als auch eine RESTful-API ermöglichen es fast jedem Tool, OpsGenie zu integrieren. Auch Newcomer wie ruxit können Notifications mithilfe des Tools bereitstellen, auch wenn noch kein offizielles Integrationsmodul wie z.B. für New Relic, Nagios oder Pingdom angeboten wird.
OpsGenie hat ein einfaches User-Interface, welches die Erstellung von Schedules und Escalation-Policies ermöglicht. Incidents können abhängig von der Quelle, Inhalt oder Tags zu mobilen Geräten mit installierter OpsGenie App gesendet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Incidents via E-Mail, SMS oder automatischer Anrufe zu erhalten.
DevOps Teams schätzen OpsGenie für die hohe Flexibilität bei Alerting-Workflows, da die Abhängigkeit von Network-Operations-Teams reduziert wird. Im einfachen User-Interface können komplexe Alerting-Regeln definiert werden. Sie können z.B. mehrere eingehende Notifications in einem einzigen sinnvollen und aussagekräftigen Alert zusammengefasst werden. Cloud Natives schätzen es, Verzögerungszeiten für automatische Failovers festlegen zu können, bevor sie über die Notwendigkeit einer möglichen Eskalation entscheiden.
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Quelle: Produkt-Screenshot - https://www.opsgenie.com

Sie können regelmäßige Heartbeat-Messages von Ihrem Monitoring-Tool zu OpsGenie senden lassen, um festzustellen, ob Ihr Monitoring-Tool zu jeder Zeit online ist und zudem Alerts senden kann.
Es können Alerts zu HipChat oder Slack weitergeleitet und somit das gemeinsame Arbeiten an Incidents ermöglicht werden. Das integrierte Reporting bietet einige grundlegende Metriken wie "Mean Time to Resolve" sowie einige grobe Trends. Es kann zudem die Anzahl der erhaltenen Alerts limitiert werden.

Warum sollten Sie OpsGenie in Betracht ziehen?

  • Kleine DevOps/NoOps Teams mit hohem Automatisierungsgrad 
  • Komplexe Alerting-Workflows: Es wird zum Beispiel vor der Einleitung einer Eskalation überprüft, ob die Failover-Automatisierung wie erwartet funktioniert  
  • Alarmierung in Notfällen 
 OpsGenie
 

PagerDuty

PagerDuty ist ein Alarm Aggregation und Dispatching Service. Es können alle Ihre Monitoring-Systeme, APM Lösungen, API Management und Kunden-Support-Systeme in ein System integriert werden. Derzeit werden bereits fertige Integrationen für mehr als 100 verschiedene Systeme angeboten. Über E-Mail-Gateway oder der RESTful-API können sowohl Monitoring Tools wie New Relic oder ruxit, Log-Analyse Tools wie ElasticSearch oder SumoLogic als auch proprietäre "hauseigene" Tools integriert werden, sofern diese E-Mails oder REST Calls versenden können.
Mit PagerDuty können Escalation-Policies definiert und Incidents an die PagerDuty App registrierter Mobilgeräte geschickt werden. Darüber hinaus werden verschiedene Telefonanbieter für automatisierte Telefonbenachrichtigung, SMS-Service-Provider aber auch E-Mail-Anbieter unterstützt. Die Spezifikation von Eskalationen ist sehr einfach zu bewerkstelligen und solange kein Workflow für die Eskalation nötig ist, wird fast alles abgedeckt. Es gibt Teams, Schedules, Escalation-Delays und die Möglichkeit, Escalation-Policies zu durchlaufen. PagerDuty unterstützt auch ein Fallback um "übersehene" Alerts abzudecken und für diese einen Auto-Escalation Mechanismus in Gang zu setzen.
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Quelle: http://www.pagerduty.com/incident-resolution

Um effektive Teamarbeit zu ermöglichen werden viele stark verbreitete Collaboration-Tools wie HipChat, Slack, Flowdock oder CampfireWork integriert. Automatisierte Incident-Progress-Updates für andere Teams helfen dabei, unnötige Emails zu eliminieren.
Das Setup von PagerDuty ist sehr einfach. Für die Definition von Workflows und Escalations braucht man kein tiefes technisches Verständnis. Das Incident-Management und die Konfiguration erfolgen mithilfe einer Web- und Mobile-App. Sie können also auf Alerts direkt via Handy reagieren.
Zu guter Letzt gibt es ein Analyse-Modul, mit welchem Sie Statistiken und Berichte bezüglich der Incident-Frequenz, MTTR und ähnliche Metriken bekommen. Dadurch kann man die Support-Prozesse und das Incident-Management optimieren.

Warum sollten Sie PagerDuty in Betracht ziehen?

  • Wenn Ihre Anforderungen an den Escalation-Workflow oder die Policy nicht zu komplex sind. 
  • Wenn Sie eine einfache, aber leistungsstarke Möglichkeit brauchen, um Alerts von verschiedenen Monitoring-Systemen zu vereinigen. 
  • Wenn Ihre Support oder Operations-Teams auf der ganzen Welt verteilt sind und Sie zuverlässig über alle Incidents per Telefon, SMS oder E-Mail benachrichtigt werden wollen. 
  • Wenn Sie ein einfach zu bedienendes Incident-Management-System zu Ihren bestehenden Monitoring-Tools hinzufügen möchten. 
  • Wenn Sie einen Analyse- und High-Level-Überblick über die Funktionalität des Systems möchten. 
  • Wenn Sie Reporting über die Handhabung von Incidents haben möchten, um Bearbeitungszeit zu verringern. 
 PagerDuty
 

Amazon CloudWatch

Amazon CloudWatch ist ein Monitoring-Service für AWS-Ressourcen und Applikationen die in der Amazon Cloud gehostet werden.
Ein häufiger Anwendungsfall für CloudWatch ist es, Services in einer effizienten Weise am Laufen zu halten. Dafür werden Tracking-Metriken für AWS-Ressourcen wie EC2-Instanzen, Elastic Load-Balancers, EBS-Volumes, relationale Datenbank-Instanzen und mehr gesammelt. Zusätzlich ermöglicht es CloudWatch, Alarme einzustellen und automatisierte Aktionen wie das Hochfahren oder die Freigabe von EC2-Instanzen innerhalb einer Auto-Scaling Gruppe.
CloudWatch bietet auch die individuelle Anpassung und Darstellung von Metriken an, um einen besseren Einblick in die Funktionalität Ihrer Apps und Systeme zu gewinnen.
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Quelle: Produkt-Screenshot - http://aws.amazon.com/de/cloudwatch

Viele Drittanbieter nutzen die CloudWatch-API, um eigene Lösungen mit Mehrwert für Amazon-Kunden anzubieten. Die Zahl der Integrationen wächst und verteilt sich über verschiedene Bereiche. Durchaus üblich sind Integrationen von Notification Services wie OpsGenie oder PagerDuty, bei denen CloudWatch-Alerts auf eine neue Ebene gehoben werden.
Auch Monitoring Tools haben häufig eine Anbindung an CloudWatch. Deren Anbieter weisen unterschiedliche Marktpositionen auf, wie z.B. der Marktführer im Bereich SaaS-APM New Relic, dem Newcomer ruxit bis hin zu Unternehmen, die AWS-Monitoring als Kerngeschäft betreiben, wie z.B. CopperEgg oder Stackdriver.
Monitoring Tools ergänzen die Infrastruktur-Metriken aus der CloudWatch-API um typische Application-Performance Daten. Mithilfe von Agenten-Technologie sind diese Tools in der Lage, Einblicke in Systemprozesse und Betriebssystem-Metriken zu bekommen. Solche Metriken sind oft von entscheidender Bedeutung bei Cloud-basierten Deployments wie z.B. die CPU Steal Time.
CloudWatch stellt verschiedene Infrastruktur-Metriken für Monitoring Lösungen wie ruxit zur Verfügung. Diese können damit Abhängigkeiten zwischen Applikationen, Services und Infrastrukturkomponenten erkennen und Daten entsprechend kombinieren, um eine intelligente Ursachenanalyse bei Problemen durchführen zu können. Auch können die Auswirkungen auf End-User visualisiert werden. Kombinierte Ursachen und Wirkungsanalysen sind im Gegensatz dazu in CloudWatch nicht möglich, da hier nur bei Überschreitung von definierten Metrik-Grenzwerten alarmiert wird.
In CloudWatch kann auf Metrik-Werte von bis zu 2 Wochen in der Vergangenheit zugegriffen werden. Die meisten Monitoring-Tools halten ihre Daten über eine längere Zeitspanne, was für manche Kunden wertvoll ist.

Warum sollten Sie Amazon CloudWatch in Betracht ziehen?

  • Wenn Infrastruktur Metriken für AWS-Services ausreichend sind. 
  • Wenn zweiwöchige Datenhaltung von Metriken ausreichend ist. 
  • Wenn alle Applikationen in der Amazon Cloud laufen und kein hybrider Ansatz notwendig bzw. gewollt ist. 
 Amazon CloudWatch
 

Pingdom

Pingdom ist ein Tool für einfache Verfügbarkeits-Checks, welches sich im Wesentlichen auf die Frage konzentriert: Ist meine Seite erreichbar und wie ist ihre Performance? Preistechnisch gibt es sowohl Angebote für "kleinere" Blogger bis hin zu großen Enterprises und stellt somit für viele Unternehmen eine gute Lösung dar. PagerDuty bietet sowohl synthetisches als auch Real-User-Monitoring an.
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Quelle: https://www.pingdom.com

Pingdom bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten an, um ein Auge auf die Website zu werfen. Ein Uptime-Check ist die beliebteste Methode für das Monitoring. Dabei werden gezielt und geplant verschiedene HTTP(S) GET Requests an bestimmte URLs gesendet. Wird ein Ausfall von einem ihrer nordamerikanischen oder europäischen Standorte erkannt, wird ein Alarm ausgelöst. Mithilfe einer Skriptsprache können Entwickler nicht nur einfache Pings durchführen, sondern gezielt ganze Transaktionen auf der Website nachbilden und prüfen. Es können neben Pings auch TCP und UDP Verbindungen, DNS und E-Mail-Server Checks durchgeführt werden. Zu guter Letzt bietet Pingdom auch ein JavaScript-Tag an, um Real-User-Monitoring zu ermöglichen.
Das User-Interface wirkt sehr aufgeräumt und ist mit moderneren Monitoring-Lösungen wie z.B. ruxit vergleichbar. Es verfügt über ein Echtzeit-Dashboard für Incidents, Uptime und Transaction-Checks und bietet damit Einblicke für Ops. Zudem ermöglicht Pingdom, Berichte an Kollegen und Partner zu verschicken, Benachrichtigungen per SMS, Twitter oder E-Mail zu versenden sowie direkt Push-Benachrichtigungen an die entsprechende Android oder iOS-App zu senden.
Über eine RESTful-API wird Zugriff auf die Daten in Pingdom ermöglicht. Es gibt auch vorgefertigte Wordpress-Plugins. Aus einer Vielzahl von Monitoring-Lösungen ist Pingdom ein günstiger und effektiver Weg, um sicherzustellen, dass Ihre Webseite funktioniert.

Warum sollten Sie Pingdom in Betracht ziehen?

  • Wenn Sie einfaches und schnelles, externes Verfügbarkeits- und Performance-Monitoring haben wollen 
  • Flexibilität bei der Preisgestaltung 
  • Integration der Pingdom Metriken mit anderen Lösungen von Drittanbietern wie z.B. Wordpress 
  • Unmittelbare Benachrichtigung bei Zwischenfällen und einfaches Teilen der Ergebnisse mit Kollegen 
 Pingdom



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